Emissionshandelsgesellschaft Michael Pohlmann KG
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Wir können Ihnen nicht versprechen, dass Sie sich mit VER-Zertifikaten von allen Umweltsünden freikaufen können. Wir können Sie aber dabei unterstützen, Kohlendioxidemissionen, die unvermeidlich sind, zu kompensieren mit Maßnahmen die nachweislich an anderer Stelle die Entstehung von CO2-Emissionen vermeiden.

Es handelt sich dabei um Projekte zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Wasserkraft, Biomasse- oder Methannutzung. Sie erwerben Zertifikate, die in einer begrenzten Anzahl zur Verfügung stehen, nämlich in dem Umfang, wie sie Kohlendioxidemissionen vermeiden. Dies wird durch eine akkreditierte Organisation (z.B. TÜV) zertifiziert. Die Zertifikate, die Sie erwerben, werden nachweislich dem Handel entzogen und stillgelegt. Damit ist sichergestellt, dass Ihr Geld eindeutig CO2-Emissionen verhindert hat.

Alle von uns angebotenen Kompensationsprojekte erfüllen höchste Qualitätsanforderungen. Als Kompensationsanbieter greifen wir insbesondere auf Verified Emission Reductions (VERs) zurück. Für VERs, die keiner offiziellen Registrierung unterliegen, ist uns wichtig, dass Transparenz, hohe Qualität und Glaubwürdigkeit unserer Projekte durch die Anwendung der folgenden Qualitätsstandards gesichert ist:

Ökologische Integrität durch unabhängige Verifizierung: Durch Ex-Post Monitoring und Verifizierung unserer Reduktionsprojekte durch unabhängige Dritte ist sichergestellt, dass jede Emissionsreduktion tatsächlich erbracht und korrekt quantifiziert wird.

Zusätzlichkeit (Additionalität): Für eine glaubwürdige Klimakompensation eignen sich nur solche Klimaschutzprojekte, deren Realisierung auf den Finanzierungserlös aus dem Verkauf der CO2-Minderungszertifikate angewiesen ist.

Projekttypen: Wir engagieren uns insbesondere in nachhaltigen Projekten aus den Bereichen der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Wir investieren nicht in Projekttypen, die nach UN-Recht von der Anerkennung als Klimaschutzprojekt ausgeschlossen sind, wie z.B. Nuklearprojekte.

Leakage: Es muss sichergestellt sein, dass die Treibhausgas-Minderungsmaßnahmen nicht zusätzliche Emissionen an anderer Stelle zur Folge haben.

Doppelzählungen von Emissionsminderungen: Es ist sichergestellt, dass der beabsichtigte Klimaschutznutzen der CO2-kompensierten Aktivitäten nicht durch Doppelzählungen beeinträchtigt wird.

Glaubwürdiger Stilllegungsprozess: Um sicherzustellen, dass kein VER mehr als einmal zur Kompensation verwendet wird, wird jedes Zertifikat nach seinem Einsatz für CO2-kompensierte Aktivitäten transparent stillgelegt. Dazu wird der Stilllegungsprozess jährlich durch unabhängige Dritte verifiziert.

Wir bieten Zertifikate der folgenden Standards an:

Gold Standard
Unter Federführung des WWF haben Umwelt- und Entwicklungsexperten sowie Wissenschaftler einen ‚Gold-Standard’ entwickelt, der sicher stellen soll, dass die Projekte sowohl klima- als auch entwicklungspolitisch sinnvoll sind. Der Gold Standard ist der erste unabhängige Qualitätsstandard für Treibhausgas-Minderungsprojekte im Rahmen des CDM und JI. Er stellt Projektentwicklern ein Instrument zur Verfügung, mit dem sichergestellt werden kann, dass im Rahmen von CDM und JI glaubwürdige Projekte mit tatsächlich positiven Umweltauswirkungen durchgeführt werden. Sie geben so den Gastländern und der Öffentlichkeit die Sicherheit, dass die Projekte neue und zusätzliche Investitionen in nachhaltige Energiedienstleistungen bewirken. Der Gold-Standard beruht auf einem einfachen, aber strengen Beurteilungsrahmen, der folgende Kriterien erfüllt:


    Sicherstellung der Balance zwischen hohen Umweltanforderungen und Praxistauglichkeit bei der Anwendung durch Projektentwickler und Zertifizierungsinstitutionen;

    direkte Kompatibilität mit den Projektzyklen von CDM und JI;

    einfache Verfahrensweisen, die von CDM-Projektbeteiligten, wie z.B. Projektentwicklern, Zertifizierern und örtlichen Nichtregierungsorganisationen problemlos gehandhabt werden können;

    globale Standards, die ohne Schwierigkeiten in unterschiedlichen lokalen und nationalen Zusammenhängen und über verschiedene Sektoren hinweg angewandt werden können.

Der Gold-Standard baut auf Empfehlungen auf, die das CDM Executive Board gegeben hat. Der Gold-Standard setzt einen ‘Code of best practise’ hinsichtlich vieler Fragen und beinhaltet einige wenige zusätzliche Anforderungen, die notwendig sind, um echte Beiträge zu nachhaltiger Entwicklung in den Gastgeberländern sowie einen langfristigen Nutzen im Sinne des Klimaschutzes sicherzustellen.

Social Carbon Methodology
Die Idee für das Konzept ‘Social Carbon’ entstand aus der Notwendigkeit heraus, dass Projekte, die Treibhausgasemissionen vermindern, zur gleichen Zeit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten können, wenn transparente Methoden zur Bewertung der Leistungen für die lokale Bevölkerung zur Anwendung kommen und der ökologische und soziale Beitrag der Bevölkerungsgruppen angemessen bewertet wird. Da das Rahmenkonzept ‘Social Carbon’ die sozialen und ökologischen Aspekte der Klimaschutzprojekte in den Vordergrund stellt, stimmt es in weiten Teilen mit dem Gold Standard überein. Wesentliche Unterscheidungsmerkmale in Bezug auf herkömmliche Zertifikationsmodelle sind


    der gemeindebezogene Ansatz, der die lokale Bevölkerung direkt in die Projektentwicklung und -umsetzung einbezieht und die Gemeinden dabei unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse und Ziele zu erreichen;

    das kontinuierliche Monitoring der sozialen und ökologischen Leistungen des Projekts über die gesamte Projektlaufzeit; Social Carbon-Projekte beobachten die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Projekts und in den Projektgemeinden permanent und sind jederzeit in der Lage, darauf zu reagieren, während herkömmliche Modelle lediglich eine Bewertung im Vorfeld des Projektes vornehmen.

VER+-Standard
VER+ ist ein vom TÜV Süd entwickelter Standard zur Bewertung von Projekten, die VERs generieren. Zentrale Aspekte des VER+-Standards sind


    die Übereinstimmung mit den Anforderungen des Kyoto-Protokolls für JI/CDM-Projekte;

    die Maßgabe der Additionalität, die sicherstellt, dass das bewertete Projekt in einem ‘Business-as-usual’-Szenario nicht umgesetzt worden wäre;

    die große Flexibilität der Methodologien, die auf die spezifischen Kriterien der Projekte abgestimmt werden kann (JI-Ansatz);

    die Registrierung der Projekte im ‘Blue Registry’ des TÜV Süd, das nach den Maßgaben des UNFCCC geführt wird.
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